DonjOnline

Hallo meine dampfgaren Freunde!

In diesem Teil des Wikis würd ich mich darüber freuen, wenn zumindest grob festgehalten wird, wie wir online spielen wollen. Zum Nachschlagen und so…


DM: Meine Ideen wären recht einfach, soweit vorhanden. Ich erzähle euch jeweilige Szenen oder Settings, in denen unsere Onlineabenteuer stattfinden. Dabei leite ich naheliegenderweise mit der Beschreibung ein. Darauf folgend erwarte ich dann eine Handlung von jeder anwesenden Figur. Mit einer solchen Handlung meine ich eine Beschreibung dessen, was der Charakter tut und gerne auch wie und weshalb.
Sollte der Spieler eine Probe werfen wollen, kann er das nach der Beschreibung seiner Handlung gesondert vermerken. Sollte ich eine Probe verlangen, werde ich das natürlich ebenfalls vermerken.

Ein paar Basics bzw. Grundbedingungen meinerseits so etwas zu meistern:
  • Keine größeren Kämpfe online. Wir würfeln und tippen uns dabei dumm und dämlich. Wenn kämpfe, dann möchte ich sie mit einer einzigen repräsentativen Probe abwickeln.
  • Jede Entscheidung / Handlung, die eine Probe erfordern könnte, stellt als solche einen Absatz im Geschehen dar und wird erst abgeklärt, bevor es weitergeht. Sprich: ich möchte niemandem sagen, dass die Tür verschlossen war und er sie hätte knacken müssen, wenn er schon durchs Haus und drei Dächer weiter ist. (Fakten festlegen ist eine Ausnahme, jedoch selbst dann ist ein Absatz, weil ich als DM eure Fakten auserzähle; ebenso wie ihr meine.)
  • Dialoge und allgemein Interaktion eurerseits sind von mir ausdrücklich gewünscht und eigentlich der Hauptgrund, weshalb ich das hier für eine gute Idee halte.

Mir läge hierbei eine Sache am Herzen. Trennung zwischen Fluff und Crunch. Bei der Beschreibung wünsche ich mir eigentlich, um das Spielen in dieser Form auch interessant zu machen, ein erzählendes Element. Auf welche Art tut der Charakter, was er tut? Wie nimmt der Charakter die Situation wahr? Was bringt ihn zu seiner Handlungsweise? Wie stellt er sich sein Vorgehen vor? Den eigentlich Crunch, sprich “Gehe Tür. Öffne Tür. Will Tür aufbrechen. Mache Vir Probe.” würde ich davon abgegrenzt als die probenrelevanten Elemente abhandeln.

Beispiel:
Fluff: Wilhelm Kant spähte über das verlassene Deck der Smaragd hinweg. Er wusste, wenn er es unter Deck schaffen wollte, bevor der Wachposten wieder zurückkam, musste er sich beeilen.
Ist es richtig diesen Wahnsinn zu wagen oder bringe ich sie damit nur noch mehr in Gefahr, ging dem jungen Fechtmeister durch den Kopf. Doch er war bereits zu weit gekommen, um zurückzukehren. Hitzkopfig schwang er sich auf Deck und eilte der nächsten Deckung entgegen.
Crunch: Schleichen-Probe oder Athletik-Probe, DM?

Sonst noch etwas.. ah, Reihenfolge: First come, first serve oder was gerade mehr Sinn macht. Es geht erst weiter, wenn jeder die Chance hatte sich einzubringen, sobald er in einer Szene anwesend ist.

Discuss!


Hagen meint dazu:

So o.o nach ein wenig Unterredung mit Marc bin ich überzeugt worden, dass es vielleicht wirklich noch der ein oder anderen kleinen Absprache bedarf o.o Ich fang mal an aufzulisten, was bisher zu klären bleibt:

Erzählperspektive (first person? third person? irgendwas abstruses anderes? o.o)

Ort (wo wollen wir schreiben? im Wiki? via Mail? können wir das Obsidianforum nutzen? oder ein anders Forum?)

Sonstiges? fehlt noch was?

zu den obigen Punkten würde ich mich persönlich für Folgendes aussprechen. third person (weil ich first person nich mag =p) mit präteritum als tempus und ansonsten bin ich für alles außer irc oder irgendwelche chatkonferenzen zu haben o.o die würd ich in dem zusammenhang einfach für sinnfrei halten.

PS: ahja…ich wollt mal fragen…wollen wir farben? also für gedanken, sprache, text, crunch einheitliche farben oder wollen wir das durch interpunktion kennzeichnen?


Moarmo sagt:

Ehem… jah. Mein Problem ist, dass ich mich bislang mit solchen Geschichten noch gar nicht befasst habe. Ich hab also keine Ahnung, wie die Abwicklung gut ist und wie sie eher hinderlich ist. Marcs Vorschläge klingen gut, zumal er auf dem Feld auch mehr Erfahrung und somit sicherlich auch den einen oder anderen Best Practise hat (ich vermute mal die Trennung zwischen Crunch und Fluff ist ein Solcher). Insofern werde ich mich in die Diskussion vermutlich nicht sonderlich einbringen können.

Ah, eins dürft ihr nicht vergessen bitte: Ich war auf der Realschule und hatte in Deutsch ne 4 auf dem Abschlusszeugnis. Ich habe kein Abitur und habe auch nicht studiert und: Ich bin Informatiker. Sprich: Was Tempus heisst, kann ich erahnen, präteritum ebenfalls. Was Letzteres im aktiven Sprachgebrauch dastellt, weiss ich nicht im Geringsten. ;)

Farben… würd ich eher sparsam einsetzen. Das wird schnell knallbunt und unübersichtlich. Ich denke mit Fett- und Kursivschrift und höchstens noch eine zusätzliche Farbe haben wir schon viele Elemente in der Hand… sofern wir das alles brauchen. Ich fühl mich da grad an die 4. Klasse erinnert: “So, bitte alle Substantive in dem Satz schwarz unterstreichen. Die Verben rot,...” Da kam ein ziemlich buntes Chaos bei raus.

Von der Erzählperspektive her tendiere ich zur Dritten Person. Mit Erster Person hab ich zwar keine Probleme (und eigentlich ist es auch das klassische Rollenspiel-Element in einer Runde: “Ich gehe die Treppe runter und lausche an der Tür”), aber mir ist klar, dass in geschriebener Form das einige nicht mögen. Sachen wie Zweite Person sind bestimmt lustig, aber nicht sonderlich dienlich, wenn es um eine flüssige Lesbarkeit geht. Und nein, ich sammel in meinem Kopf nicht die Fetzen ein, die darin gerade rumschweben, und mach daraus ein Beispiel. Ich geh lieber auf die Arbeit. ;)


Lars s(p)eaking:

Nur ein kleiner Einwand meinerseits: Wir sollten die dritte Person wählen. Allein schon um zu verhindern, das wir dauernd “ich” lesen müssen und jedes mal überlegen, wer eigentlich gerade ich ist. Die Ich-Perspektive hat einige Vorzüge (z.B.: sie ist den meisten von uns aus dem normalen Spielablauf offline bekannt und gewohnt.) aber wenn vier Leute sie gleichzeitig benutzen, ist es fast unausweichlich, dass das Ergebnis mindestens unrund wird.


DM: Ich greife mal die angesprochenen Punkte Stück für Stück an:
Erzählperspektive: Ich wäre sehr stark für 3. Person in der Vergangenheitsform (Präteritum) als Erzählperspektive. Einschübe von Gedanken und Kennzeichnung selbiger, ebenso wie Dialoge, halte ich für sehr sinnvoll. Alle anderen Varianten sind zwar sehr spannend, aber auch sehr experimentell, und schließlich sind wir kein freikreatives Autorenkollektiv, sondern eine Rollenspielgruppe, die optimale Kommunikation möchte. Zweite Person schließe ich deshalb als Perspektive aus. Erste Person würde ich auch eher von absehen, da es den Text und die Orientierung darin sehr viel inhomogener macht. Ob wir in Gegenwart (Präsens) oder Vergangenheit (Präteritum) schreiben, ist mir eigentlich relativ gleich. Würde Präteritum vorschlagen, da es eher ‘Roman’-Stil bewirkt.
tl;dr: Ich habe nichts gegen Erzählstil, in dem die Charaktere allesamt wandelnde Innere Monologe sind, aber ich halte es einfach nicht für besonders effektiv für unsere Zwecke.

Kenn- und Auszeichnungen: Ich wäre persönlich gegen Farben. Gleiche Gründe wie Momo. Ich wäre vielmehr dafür, dass wir den Rahmenaufbau einer Handlung als Maske festlegen. Mein Vorschlag z.B.: Jeder beginnt seine Handlung mit seinem Namen in bold und dem Namen seines Charakters in italic. Dadurch lässt sich in einem längeren Textfluss jeder Einschnitt leicht identifizieren und für mich als DM lässt es die Möglichkeit zu markieren, falls ich als ein bestimmter NSC schreibe.
Fluff: wird als ein Abschnitt in bold markiert, genauso wie crunch:. Innerhalb der Abschnitt wird in normalem Text geschrieben. Im Fluff werden Gedanken in italic gesetzt und wörtliche Rede / Dialog in Anführungszeichen gesetzt (“Laber”, sagte Rebal.). Im Crunch werden die gewünschten oder verlangten Proben in bold gesetzt.

Mit p&p in Schreibform habe ich übrigens selbst auch noch keine Erfahrung, ich äußere im Moment mehr, was mir sinnvoll erscheint. Ich bin also in jeder Hinsicht mehr als kritikbereit.

Ein weiteres Thema, dass wir klären müssten, ist die Reihenfolge, in der wir schreiben, da first come first serve oft chaotisch werden kann oder zu Doppelposts führt, sollten wir da was deixeln. Einfachste Lösung wäre z.B. falls wir hier im Wiki o.ä. schreiben sollten, dass jemand, der Ansprüche herhebt zuerst zu reagieren, mal kurz ein “Dips!” einfügt bzw. rumsendet. Ist auch nicht narrensicher, aber ein Anfang.

Das war es erst mal von meiner Seite für heute. Ich denke, es gibt noch ein paar Sachen mehr zu klären … aber ich hab’ gerade keine Lust mehr und mir fällt nichts mehr auf Anhieb ein.


DM: Nur für’s Protokoll.. jemand hat meinen Planungswahn und meine Neigung zu geregeltem Deutsch getagged? Oh please..


Martin:
  • Also nochmal des Verständnis wegen… seh ich es richtig, dass Posts folgendermaßen aussehen sollen?
Martin Hagen
  • Fluff schwall schwall schwall schwall schwall schwall schwall “laberrabarber” schwall blah blah denk denk denk denk schwall schwall
  • Crunch Tür öffnen

Chris: Was bisher geschrieben wurde finde ich soweit sinnvoll und gut. Ich kenne mich mit schriftbasiertem Roleplay bisher nur sehr oberflächlich aus, daher weiß ich gerade nicht, was mich stören könnte bzw wird, aber das wird sich sicherlich im Spiel finden^^

Was mich aber nun noch interessieren würde wäre, wie so ein Absatz laufen soll. Die eigenen Handlungen zu beschreiben ist sicherlich kein Problem, aber wie steht es mit Interaktion mit anderen PCs oder NPCs? Schreibt das derjenige, der gerade an der Reihe ist oder schreibt dies die entsprechende Person selbst? Wenn der Schreiber alle Charaktere schreibt, gibt es sicherlich einen besseren Textfluss und auch der Punkt des Absatzes wird eher getroffen, aber ich denke dazu müsste jeder den PC des anderen bis ins Detail kennen und das ist nicht möglich. Also macht es wohl mehr Sinn, dass jeder nur seinen Charakter schreibt. Problem dabei ist nur, dass dadurch eventuell der Absatz des Spielers nicht bis zum Ende geführt werden kann und es die Reihenfolge doch ganz schön durcheinander bringen könnte, wer gerade dran ist mit Schreiben. Außerdem muss dadurch auch immer jeder “up to date” sein, damit er nicht verpasst, wenn er reagieren sollte…


Martin

haha o.o gute frage. ich schließ mich ihr an =p


DM

Sehr gute Frage. Meine persönliche Erfahrung: Man muss den Charakter eines anderen Spielers verdammt gut und länger kennen, um ihn in die eigenen Handlungen nebensächlich einzubinden und nicht alle zwei Sätze anzuhalten. Es braucht deutlicher mehr, um wirklich einen fremden Charakter in den eigenen Textfluss einzubinden und für den anderen Spieler zu entscheiden wie dessen Charakter handelt, spricht oder sogar denkt. Vielleicht übertreibt da auch mein Schreiber-Hirn, aber das ist eine sehr intime Sache und man kann sehr pissed werden, wenn man irgendwann seinen Browser aufmacht und
“Wuh, yeah bitches! Lasst uns zu diesem krass geilen Wildwasserpark fahren!!1”, stimmte Kapitän Markus Alexander, Baron vom Weißen Hafen, höflich zu. Ich habe ein ungeglaubliches Verlangen nach roten Lachs, stahl sich dabei in seine Gedanken, bevor er sich seine Offiziersuniform vom Leib riss.
liest.
Ich wäre für den Anfang dafür, dass jeder tatsächlich nur das schreibt, was sein eigener Charakter tut, denkt, will etc. Das ist zwar am Anfang sehr stockend und etwas holprig, weil es sich so ungefähr spielt wie innerstädtisches Stop-and-Go, aber ist mEn der einzige Weg sinnvoll anzufangen. So wie ich diese Dinge kenne, kommt es nach einer Weile von ganz allein, dass man sich untereinander abspricht, den anderen mal einen Zug für den eigenen Charakter mit übernehmen lässt oder einfach sagen kann “Leute, ich bin die Woche weg, ihr wisst ja was mit meiner Piratenratte zu tun ist.”

Ach ja, und Martin: Ja, exakt genau so stelle ich mir das vor. ... naja, mit deutscher Muttersprache statt Füllblah balh schwall you get the idea.

Die Regelmäßigkeit. Ganz ehrlich. Wir können sie nicht steuern. Wir können höflich jeden von uns dazu ermutigen zumindest einmal am Tag auf das entsprechende DonjOnline Medium zu schauen oder uns gelegentlich mal höflich erinnern, dass gerade gepostet / editiert wurde, aber mehr ist eigentlich nicht drin.

Falls es euch nicht zu schnell geht, wäre ich eigentlich mit diesem Stand soweit glücklich. Ich würde im Laufe des Wochenendes mal das AdventureLog mit unseren bisherigen zwei Kapiteln Abenteuer füttern und dann das erste Online-Kapitel einleiten, welches direkt an den derzeitigen Standpunkt unseres Staudamm-Abenteuers anknüpft.


Lars: i second that

DonjOnline

Steamclouds&Skydreams Thalios